Wertvoller Naturraum
attraktive Kulturlandschaften
Main - Saale - Wern

Man muss nicht immer weite Reisen unternehmen, um Naturschönheiten bewundern zu können.

So liegen sie oft buchstäblich vor der Haustüre.
Unsere Aufgabe ist es, diese Werte zu bewahren und Menschen dafür zu begeistern. Deshalb unterstützt der Landkreis Bad Kissingen mit finanzieller und organisatorischer Hilfe das „LIFE+ Naturprojekt MainMuschelkalk“. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Natur dem Menschen näher zu bringen.

So ist im Landkreis Bad Kissingen der Sodenberg als südlichster Ausläufer der Rhön mit seinem Basaltsteinbruch-Krater, den tausenden im Frühjahr blühenden Adonisröschen, den Sommerblumen und den beeindruckenden Aussichtspunkten zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang wert. Das Gleiche gilt für die extrem trockenen und steilen Hänge des Hammelbergs und Schwedenbergs und der Trockenhänge im Naturschutzgebiet bei Machtilshausen. Wer sich etwas Zeit nimmt, kann hier seltene Schmetterlinge, Vögel und andere besonders geschützte Pflanzen und Tiere beobachten. Eindrucksvoll sind auch immer die zahlreichen kulturhistorischen Trockenmauern. Sie zeugen von der mühevollen Arbeit in den Weinbergen. Etwas beschaulicher ist eine Wanderung in den ausgedehnten Wäldern, die auch zum Projektgebiet zählen. Mit etwas Glück kann man dort die seltene Bechsteinfledermaus antreffen oder sich im  Schatten von uralten Hutebuchen und Huteeichen ausruhen.

Neben dem Erleben der einzigartigen Landschaft mit ihrem Tier- und Pflanzenreichtum soll auch der Genuss der dort produzierten Erzeugnisse nicht zu kurz kommen. In allen Gebieten laden Lokale zum Verweilen und Bauernläden zum Erwerb von regionalen Köstlichkeiten ein.

Bei einer erfolgreichen Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sind die LIFE+ Projektgebiete am Hammelberg bei Hammelburg und am Schwedenberg bei Elfershausen ein Teil des Biospährenreservats. Nur wenige Projektgebiete in Europa verfügen über ein solches Prädikat.

Mensch und Natur sind uns wichtig, deshalb unterstützt der Landkreis Bad Kissingen dieses Projekt.

Bold Unterschrift

Ihr Thomas Bold
Landrat des Landkreises Bad Kissingen

 

 

Steile Weinberge, charakteristische Kalkfelsen, Trockenrasenhänge, auf denen seltene Orchideen blühen, die Vielfalt der Streuobstwiesen, alles verbunden mit dem glitzernden Band des Mains – so ist auch der Landkreis Würzburg eingebunden in den einzigartigen Naturschatz des Muschelkalkzugs.

Diese Naturschönheiten sind am besten zu Fuß oder auf dem Fahrrad zu erkunden und zu genießen. Als passionierter Radler empfehle ich Ihnen den 5-Sterne-Mainradweg, aber auch das gut ausgebaute Rad- und Wanderwegenetz der Region, um Pflanzen und Tiere, Gesteinsformationen, herrliche Ausblicke und überraschende Einblicke zu erleben.  

Der Landkreis Würzburg leistet durch finanzielle und organisatorische Unterstützung über die Untere Naturschutzbehörde seinen Teil, die Besonderheiten unserer mainfränkischen Landschaft zu erhalten. Dazu gehören Pflegemaßnahmen auf Trockenstandorten und die Erhaltung von Streuobstwiesen ebenso wie die extensive Beweidung mit Ziegen und Schafen.

Nur wenn wir wissen, welche Naturschätze bei uns vor der Haustür liegen, können wir diesen Wert bewahren und unsere Kinder dafür begeistern. Die Angebote des LIFE+-Naturprojekts MainMuschelkalk geben hierzu wertvolle Anregungen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken und Erkunden!

Mit besten Grüßen

Nuss-Unterschrift

Eberhard Nuß
Landrat des Landkreises Würzburg

 

 

OB RosenthalDie Weinberge rund um Würzburg sind für unsere Heimat so identitätsstiftend wie unsere berühmtesten Bauwerke die Residenz oder die Festung.

Und auch diese Wahrzeichen thronen wie die Festung Marienberg und ihr vorgelagerter Maschikuliturm markant auf Kalkstein-Formationen und über den Weinreben, oder beherbergen wie im tiefen Keller unter der Residenz große Fässer mit Silvaner, Riesling oder Müller-Thurgau. Diese über Jahrhunderte gewachsene geniale Symbiose aus Landschaft, Wirtschaft und Stadtleben ist meines Erachtens ein äußerst wertvolles Gut. In südlicheren Weinregionen Europas müssen die Reben nicht am steilen Hang der Sonne entgegen klettern, die Weinlese ist hier zwar nicht die gleiche Knochenarbeit, die Menschen werden dafür aber auch nicht mit dem gleichen faszinierenden Panorama belohnt, das insbesondere im Herbst Mainfranken so malerisch macht.

Damit sind zwei wichtige Aspekte genannt: der landwirtschaftliche und der weiter gefasste wirtschaftliche - insbesondere auch mit Blick auf den Tourismus. Diese Makroperspektive auf unsere Kulturlandschaft ist jedem Mainfranken vertraut und bewusst, in unserem vom Muschelkalk geprägtem Naturraum ist aber auch der ein oder andere unbekannte Mikrokosmos verborgen. Das LIFE+-Projekt hat nun erstmals ein wissenschaftlich fundiertes Maßnahmenbündel für die Region von Gemünden bis Kitzingen und von Marktheidenfeld bis Schweinfurt entwickelt, um beispielsweise auch Streuobstwiesen oder die Lebensräume an den Waldrändern für heimische Tiere und Pflanzen aufzuwerten. Artenvielfalt ist das erklärte Ziel dieses Projekts, das auch auf Aufklärungsarbeit und Information über natürliche Zusammenhänge setzt.

So kommt eine auf Nachhaltigkeit zielende Systematik in viele Einzelbestrebungen, die Umweltschützer mancherorts schon seit Jahren verfolgen - an anderen Stellen erfolgen aber auch erstmals wichtige Lückenschlüsse, um unsere Kulturlandschaft behutsam fortzuentwickeln. Wenn der Mensch derart durchdacht und ökologisch verantwortlich der Natur unter die Arme greift, sichert er künftigen Generationen ebenfalls die Möglichkeit, direkt vor der Haustüre auf Entdeckungsreise zu gehen. Dieses bewusste Gestalten anstelle von „Geschehen-Lassen“ unterstützt auch die Stadt Würzburg im Verbund mit den Projektpartnern.    

Rosenthal Unterschrift

Georg Rosenthal
MdL

 

 

Unser Landkreis Main-Spessart verfügt über einen großen Schatz an Naturschönheiten.

Bekannt ist unsere Region auch für ihre Muschelkalkhänge, die eine einzigartige Flora und Fauna beherbergen. Wer einmal am Kalbenstein bei Karlstadt den Blick hat schweifen lassen über diese Landschaft, begrenzt durch den im Sonnenlicht glitzernden Main und den kargen Kalkhängen, die je nach Jahreszeit in den unterschiedlichsten Blütenfarben leuchten, dem muss das Herz aufgehen. Diese wertvollen Magerstandorte verdanken wir zum größten Teil unseren Vorfahren, die erst durch ihre Bewirtschaftung diese Flächen dem Wald abtrotzten.

Welche Naturjuwelen hier direkt vor unserer Haustür liegen, ist manchem Einheimischen gar nicht bewusst. Doch konnten wir durch die Ausweisung von Naturschutzgebieten in der Vergangenheit schon einen großen Teil dieser herausragenden Standorte für die Zukunft sichern. Die Aufnahme dieser Trockenstandorte in das EU Projekt „LIFE“ unterstreicht deren Bedeutung nicht nur für uns, sondern für ganz Europa. Durch diese finanzielle und ideelle Unterstützung können wir nun die Bewirtschaftung und damit Sicherung dieser seltenen Flächen ausdehnen. Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit z.B. durch Führungen möchten wir diese oft verborgenen Naturschönheiten den Landkreisbewohnern wie den Gästen aus nah und fern näher bringen. Das LIFE+ Projekt ist ein großer Gewinn nicht nur für unseren Landkreis, sondern auch für unsere Natur!

Schiebel Unterschrift

Thomas Schiebel
Landrat des Landkreises Main-Spessart

 

 

RP Beinhofer"Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist ein Anliegen der gesamten Menschheit."
Kofi Annan

Ich freue mich, dass wir mit dem sechsten LIFE+ Projekt in Unterfranken "Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk" einen Beitrag zu dem von Kofi Annan  so kurz und treffend geschilderten Anliegen leisten können. Dass die EU unser Projekt fördert und wir mit dem europäischen Titel "LIFE+" werben dürfen, ist eine Auszeichnung. Damit spielen wir in Unterfranken im Naturschutz in der obersten Liga. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Vielfalt der Natur Unterfrankens und erlebe sie gerne auf Ausflügen und Spaziergängen. Der Erhalt der biologischen Vielfalt betrifft uns alle. Die einen lieben Natur um ihrer selbst willen, die anderen sehen die Leistungen des Ökosystems, die im Rahmen der TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) erstmals volkswirtschaftlich berechnet wurden, wieder andere haben religiöse Gründe oder nutzen die Natur, um Sport zu treiben, oder als Kulisse für Kunst. Für sie alle hat Natur eine große Bedeutung. Ich halte deshalb die Vernetzung für ein zentrales Element eines LIFE+ Projekts: Die Vernetzung von Lebensäumen in der Natur, wie beim Netzwerk NATURA 2000,  aber auch die Vernetzung der Menschen untereinander, von Nutzern, Naturschützern, Einheimischen und Touristen. Nur so kann die Gemeinschaftsaufgabe gelingen. Und wo könnte diese Aufgabe schöner zu verwirklichen sein als direkt vor unserer Haustür!

Das Naturkapital im LIFE+ Projektgebiet, in den Landkreisen Bad Kissingen, Main-Spessart, im Landkreis und in der Stadt Würzburg, ist überwältigend. Durch die einzigartige Lage auf der Verbundachse zwischen dem Rhonetal in Frankreich und den Kaltsteppen Osteuropas treffen mediterrane (z.B. Apeninnen-Sonnenröschen) und kontinentale Arten (z.B. Küchenschelle) aufeinander. - In relativ hoher Dichte kommt hier die europäische Prominenz unter den Tier- und Pflanzenarten vor. 

Ich bin überzeugt, dass viele Menschen diese biologischen Zusammenhänge spannend finden. Für das LIFE+ Projekt wurde eine LIFE+ Naturführerin angestellt, die bei Naturerkundungen auf solche interessanten Zusammenhänge eingeht und die durchgeführten Naturschutzmaßnahmen verständlich erklärt. Sicher sind diese Naturerkundungen ein tolles Angebot für Einheimische, wie auch für Touristen - und ein guter Weg, Naturschutz und Tourismus in Einklang zu bringen.

Eine Ziegenherde zieht mit dem Auftrag, die Offenlandlebensräume von Verbuschung zu befreien, durch die Lande. Diese Naturschutzmaßnahme bietet nicht nur einen Arbeitsplatz für einen Hirten, sondern bereichert das Landschaftsbild, das viele Touristen in unsere Region lockt.

Aber nicht nur für das Auge hat die Natur einiges zu bieten, viele Menschen sind der Natur "auf den Geschmack gekommen": "Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk" - so der Titel des LIFE+ Projekts. Da stelle ich mir auch einige kulinarische Genüsse vor. In zwei "Musterweinbergen", die nach traditionellem Vorbild angelegt und extensiv bewirtschaftet werden, wird LIFE+ Wein angebaut. Überzeugen Sie sich selbst von dem Geschmack alter Rebsorten aus naturverträglichem Anbau. Dass Naturschutz schmecken kann, zeigen auch Produkte wie Apfelsaft und -most aus den heimischen Streuobstbeständen. Diese Streuobstbestände bieten gleichzeitig zahlreichen Vogel- und Fledermausarten sowie Insekten einen Lebensraum.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Naturerleben im Lauf der Jahreszeiten mit unseren Besonderheiten wie der Küchenschelle im Frühjahr, zahlreichen Orchideenarten im Sommer, dem Französischen Ahorn im Herbst und der bunten Erdflechtengesellschaft im Winter. Wir können stolz sein auf die Natur "vor unserer Haustür". Deswegen bitte ich Sie, das LIFE+ Projekt "Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk" zu unterstützen und somit zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen.

Ihr Dr. Paul Beinhofer,
Regierungspräsident von Unterfranken