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Entwicklung von Flächen für den Weideverbund

Ein wesentliches Problem der Mager- und Trockenstandorte auf Muschelkalk im Projektgebiet ist die Verinselung der Flächen und dadurch fehlende Wander- und Austauschmöglichkeiten für Pflanzen- und Tierarten. Eng damit verbunden ist auch die Verbuschung der Flächen, da wegen der Isolierung der Flächen oftmals die Beweidung aufgegeben wurde. Mit dem Aufbau eines Weideverbundes wird dem entgegengewirkt.

Durch die Wiederherstellung von mindestens 10 m breiten Triftwegen (Viehwegen) mit Blühmischungen und zusätzlichen Pferchmöglichkeiten ist ganzjährig eine mehrmalige Wanderung der Schafherden zwischen den Natura 2000-Gebieten möglich, ohne dass dabei landwirtschaftliche Nutzflächen beeinträchtigt werden. Dadurch wird eine optimale Nutzung der Weideflächen ermöglicht, die sich zusätzlich positiv auf die Entwicklung der Lebensraumtypen auswirken wird. Durch die Einsaat mit Blühmischungen wird zusätzlich ein positiver Effekt erzielt: die blütenreichen Flächen sind für zahlreiche Insekten Lebensraum sowie Nahrungs- und Jaghabitat für eine Vielzahl gefährdeter Vogel- und Fledermausarten wie Heidelerche (Lullula arborea), Neuntöter (Lanius collurio) oder Großes Mausohr (Myotis myotis).

Mit der Maßnahme werden sowohl Flächen innerhalb, als auch Flächen außerhalb des Projektgebietes zur Förderung des Weideverbundes als Trift- und Pferchflächen optimiert, so dass über einen künftigen Weideverbund die Natura 2000-Gebiete wieder miteinander vernetzt und dadurch auch die Austausch- und Wanderbeziehungen für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten optimiert werden.

Beweidung
Schafherde bei Hammelburg