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Freistellung von Felsen und Schuttfluren

Durch zum Teil langjährige Aufgabe der Weidenutzung konnten sich selbst auf den extremen Trockenstandorten wie kalkhaltige Schutthalden an Felsfüßen und auf Kalkfelsen Gehölze ansiedeln. Die Fels- und Schuttfluren haben dadurch ihren Habitatcharakter verloren bzw. sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Damit einher geht der Verlust als Lebensraum sowie dessen Funktion als Ausbreitungs- und Verbundfläche für zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten der Fels- und Schuttfluren. Wegen der Gehölzsukzession können die teilweise beweidbaren Flächen derzeit auch nicht in eine Beweidung einbezogen werden.

Zielsetzung der Maßnahme ist die Wiederherstellung durchgängiger offener Trockenstandorte mit Fels- und Schuttfluren an den Muschelkalkhängen. Dazu soll der Gehölzaufwuchs (v. a. Schlehe – Prunus spinosa und Hartriegel – Cornus sanguinea) entfernt werden. Das Schnittgut wird nach Möglichkeit einer energetischen Verwertung zugeführt. Im darauf folgenden Jahr wird eine Nachpflege durchgeführt, um einen dauerhaften Erfolg der Maßnahme zu sichern.

Die Wiederverbuschung schreitet auf diesen Flächen durch die geologische, klimatische und topografische Situation nur sehr langsam voran, da die Gehölze auf diesen Standorten nur eine sehr geringe Regenerationsfähigkeit besitzen. Wo möglich, werden die weniger steilen Flächen in das Beweidungssystem mit einbezogen. In extremen Steillagen bzw. für die Tiere unzugänglichen Bereichen ist im Zeitraum von ca. 10 bis 20 Jahren ein erneuter Pflegeeingriff durchzuführen.

Freistellung 1
Muschelkalkfelsen nach Freistellungsmaßnahme