Wertvoller Naturraum
attraktive Kulturlandschaften
Main - Saale - Wern

Bemerkenswerte Vogelarten - was sonst noch so zwitschert und ruft:

  • Zippammer (Emberiza zia)

 Zippammer
Allgemein
Einer der seltensten Brutvogelarten im Gebiet des LIFE+-Projekts ist die Zippammer (Emberiza zia). Sie gilt sowohl in Bayern wie auch in ganz Deutschland als vom Aussterben bedroht.

Lebensweise
Die Zippammer brütet derzeit nur noch mit wenigen Brutpaaren in Teilbereichen des Projektgebiets wie z. B. in den steilen, sonnigen, steinigen Hängen des „Kalbensteins“, der „Benediktushöhe“ bei Retzbach, am „Kallmuth“ und auch am „Hammelberg“. Ihr Nest baut sie auf dem Boden zwischen Steinen der Trockenrasen oder bodennah im niedrigen Gebüsch. Die Brutzeit reicht von Ende April bis Ende Juni.

Vorkommen und Gefährdung
In Mitteleuropa sind ihre Bestände stark fragmentiert. Große Bestandseinbußen erlitt sie durch die großflächigen Rebflurbereinigungen, dem das Lebensraummosaik aus Trockenmauern, Treppen, Steinriegeln, Brachen, Hecken und Trockenrasen geopfert wurde.

Maßnahmen
Die im Zuge des LIFE+ Naturprojektes durchgeführten Maßnahmen „Entbuschung von Trockenstandorten“, „Schaffung lichter Waldstrukturen und Auflichtung von Waldrändern“ sichern, verbessern und vergrößern ihren Lebensraum. Durch ein Konzept zur Besucherlenkung werden Brutgebiete der Zippammer geschützt werden.

 

  • Wiedehopf (Upupa epops)

WP Wiedehopf 1
(Foto: Wolfgang Piepers)

WP Wiedehopf 2
(Foto: Wolfgang Piepers)

WP Wiedehopf 3
(Foto: Wolfgang Piepers)

WP Wiedehopf 4
(Foto: Wolfgang Piepers)

Allgemein
Der Wiedehopf (Upupa epops) ist in Bayern ein sehr seltener Brutvogel. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war er noch weit verbreitet, danach nahm sein Bestand beständig ab. Seit 2005 brütet der Wiedehopf wieder mit wenigen Paaren in Unterfranken. Sein langer Schnabel, der rötliche Oberkörper, die schwarz-weißen Streifen an Flügel und Schwanz und die Federhaube auf dem Kopf verleihen ihm ein exotisches Aussehen. Charakteristisch und unverwechselbar ist auch sein Ruf.

Lebensweise
Als Höhlenbrüter bevorzugt er offenes Gelände mit alten Bäumen wie z. B. alte Streuobstwiesen und historische Weinberge. Gebrütet wird in Baumhöhlen oder auch in menschlichen Bauten wie kleinen Weinbergshütten. Der Wiedehopf ist ein Zugvogel, der ab März aus seinem Winterquartier aus Afrika zu uns zurückkehrt. Das Männchen sucht dann den Brutplatz wieder auf, den es schon vor seinem Flug ins Winterquartier auserwählt hat. Mit seinem charakteristischen Ruf versucht er im Frühjahr Weibchen in sein Revier zu locken.

Vorkommen und Gefährdung
Der Klimawandel der letzten Jahre wirkt sich allgemein positiv auf die Art aus. Dies wird jedoch überlagert von weiterhin anhaltenden Gefährdungsfaktoren wie dem Verlust an Kleinstrukturen und extensiv genutzten Wiesen und Weiden durch die Intensivierung der Landwirtschaft, denn damit einher geht der Rückgang an geeigneter Nahrung an Großinsekten wie Heuschrecken, Grillen und Käfer und deren Larven. Auch der Verlust an geeigneten Brutbäumen in Streuobstwiesen durch Rodung oder Verbrachung ist von Nachteil.

Maßnahmen
Die im Zuge des LIFE+ Naturprojektes durchgeführten Maßnahmen „Entbuschung von Trockenstandorten“, „Schaffung lichter Waldstrukturen und Auflichtung von Waldrändern“ sowie „Entbuschung von Streuobstwiesen“ sichern, verbessern und vergrößern seinen Lebensraum. Durch ein Konzept zur Besucherlenkung werden Brutgebiete des Wiedehopfs geschützt werden.

< zurück