Wertvoller Naturraum
attraktive Kulturlandschaften
Main - Saale - Wern

FFH-Gebiet 5825-371.01 - .10 „Wälder und Trockengebiete östlich Hammelburg“  

Größe: 1.317 ha

Ganz im Norden des Projektgebietes um Hammelburg liegend, umfasst dieses FFH-Gebiet bundesweit bedeutsame Trockenlebensräume wie Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, blütenreiche Streuobstwiesen und Wärme liebende Waldgesellschaften an den Hängen entlang der  Saale und ihrer Seitentäler. Bereits im Jahr 777 wurde erstmalig im Raum Hammelburg Wein angebaut, es ist das älteste Weinanbaugebiet Frankens. Bereits vor hundert Jahren aber wurde aufgrund von Frostschäden und Krankheiten der Weinbau vielerorts wieder aufgeben. Die Weinberge fielen brach. Auf vielfältige Weise wurde versucht, die Flächen offenzuhalten. Es entwickelte sich ein Mosaik aus Wiesen, Streuobstbeständen, Schafshutungen, Triften und Brachen. Als kulturhistorische Zeugen dieser einstigen Nutzung verblieben Hangterrassierungen mit  zahlreichen Trockenmauern und Reste von Schafhutungen mit Trocken- und Halbtrockenrasen auf den Plateaus.

Viele seltene und bedrohte Arten fanden hier einen Lebensraum. Wärmeliebende Reptilien wie die Glattnatter, seltene Vogelarten wie Zippammer, Heidelerche, Baumpieper, Wendehals und auch der Uhu brüten hier und groß ist der Reichtum seltener wärmeliebender Insektenarten wie Segelfalter, Fetthennenbläuling und Schmetterlinghaft oder seltene Heuschrecken- und Wildbienenarten. Nicht nur bei Botanikern sind die orchideenreichen Magerrasen bekannt. Viele Wanderwege bieten auch dem Erholungssuchenden ein ganz besonderes Naturerleben.

Besonders eindrucksvoll und weithin sichtbar sind die steilen Hänge des Hammelbergs nordöstlich von Hammelburg und des Schwedenbergs westlich von Elfershausen. 

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Am Hammelberg bei Hammelburg (im Bildhintergrund)

Groß ist die Zahl der im FFH-Gebiet enthaltenen Naturschutzgebiete, so z. B.  die  Naturschutzgebiete „Haarberg“,  „Trockenhänge bei Machtilshausen“ mit den Teilfächen „Sommerleite“, „Kreuzberg“ und „Klöffelsberg“. Es umfasst zudem weitere Gebiete wie den „Engenthaler Hang und Hesselberg“ östlich Engenthal den „Kohlenberg“, „Heinersberg“, „Totenkopf“ und „Platzrain“ nordöstlich Fuchsstadt, das Helmstal mit „Zimmerberg“ nordwestlich von Fuchsstadt und den „Datesberg“ östlich von Sulzthal.

Sulzthal
Hänge bei Sulzthal